Unser Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau begann im Ankunftsbereich, wo uns ein sehr freundlicher Guide einen Überblick über die Geschichte des Lagers gab. Von dort aus führte der Weg zum Eingangstor mit der zynischen Inschrift „Arbeit macht frei“. Dieser Zugang markierte für unzählige Häftlinge den Beginn ihres Leidens und ist bis heute ein eindringliches Symbol nationalsozialistischer Verfolgung.
Im Anschluss besichtigten wir die Gefängnisräume, die als besonders strenger Haft- und Folterbereich dienten. Die engen Zellen und die dokumentierten Haftbedingungen machten die unmenschliche Behandlung der Gefangenen besonders deutlich.
Über das Wirtschaftsgebäude und eine Erläuterung zur Einteilung der Gefangenen nach Religion, politischer Gesinnung und weiteren „Merkmalen“ ging es weiter zum Appellplatz sowie zu den rekonstruierten Baracken, in denen die Massenunterbringung der Häftlinge veranschaulicht wird. Beide Bereiche zeugen von den katastrophalen Lebensbedingungen der Inhaftierten.
Der Rundgang endete am Krematorium, einer der bedrückendsten Stationen der Gedenkstätte. Dort befinden sich das alte und das neue Krematorium sowie die sogenannten Gasräume, die einen erschütternden Einblick in die systematische Vernichtungspolitik des NS-Regimes geben.
Besonders prägend war die geführte Tour auch aufgrund der lebendigen und anschaulichen Vortragsweise des Guides, durch die wir einen tiefgehenden Eindruck von den historischen Ereignissen und den persönlichen Schicksalen der Opfer erhielten.
Der Besuch verdeutlichte die Bedeutung des Erinnerns sowie des aktiven Eintretens gegen Menschenfeindlichkeit und Gewalt.
(Sichtweise der 10b)
